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Best Blog Award im Bereich Segeln

February 11, 2014

“Best Blog Award” – so heißt das virtuelle Blog-Stöckchen, das ich vor kurzem erhalten habe. Markus, SY Nambawan / http://www.untersegeln.eu hat es mir zugeworfen.

Wie funktioniert so ein „Best Blog Award“?
Ein virtuelles „Blog-Stöckchen“ wird an mehrere befreundete Blogger weitergegeben. Dabei beantwortet man die 11 gestellten Fragen und stellt im Anschluss weitere 11 Fragen und schickt das virtuelle Stöckchen weiter auf seine Reise.

Beim Veröffentlichen seines Blogbeitrages setzt man einen Link auf denjenigen, der das Stöckchen geworfen hat und an die weiteren befreundeten Blogger, die meine 11 kreierten Fragen im Anschluss beantworten werden. Somit lernen die Blog-Leser neue, lesenswerte Reiseblogs kennen.

Dies sind die 11 Fragen an uns:

1. Wie wird Deine weitere Segelroute aussehen? Wie viele Jahre kannst/willst Du noch unterwegs sein?

Wir machen immer nur sehr kurzfristig Pläne, je nach Wetterlage und Laune.
Geplant wäre 2014: Neukaledonien, Vanuatu, Solomonen, dann müssen wir einen Platz für die next cyclone season finden. Ev. Neuseeland, Marshall Islands oder Papua Neuguinea.
Wir haben keine Maximumzeit. Solange es Spaß macht und das Geld reicht.

2. Was hast Du vor danach zu machen?

Mit einem Auto mindestens ein Jahr durch Nordamerika / Kanada / Mexiko. Mit vielen Nationalparks, Wanderungen und übernachten im Zelt.
Danach Sommer in Österreich, Winter irgendwo in der Wärme.

3. Welche Gegend hat Dir bisher am besten gefallen und warum?

Mittelmeer: Linosa: abseits der Route, und das beste Grillhenderl der Welt!
Kanaren: La Gomera: wenig Tourismus, tolle Landschaft, geniale Wanderungen direkt vor’m Ankerplatz (Westküste)
Karibik: Dominika: heisse Quellen, Vulkane und unglaublich freundliche Menschen, sind oft autostoppend unterwegs gewesen, alles easy!
Venezuela: etwas abseits der Barfußroute, besser als der schlechte Ruf, vor Allem die Inseln zwischen Grenada und Bonaire kann man ohne Sicherheitsrisiko anlaufen, einkaufen und Sprit unglaublich günstig!
Pazifik: tauchen auf den Tuamotus, wandern und radfahren auf den Gesellschaftsinseln, Inselhüpfen in Tonga, cyclone season abwarten in Fiji

4. Welche Kommunikationsmittel verwendest Du an Bord? Ist Amateurfunk Deiner Meinung nach noch zeitgemäß/notwendig?

Kurzwelle, für uns auf jeden Fall notwendig. Mit Pactor grib files anfordern, Kommunikation mit daheim und anderen Seglern.
Auch während Langstrecken hätten wir sonst keine Möglichkeit an Wetterdaten zu kommen. Oder den blog hin und wieder upzudaten, sonst gibt’s Beschwerden von daheim.
Auch für Funkrunden mit anderen Seglern verwenden wir die Kurzwelle häufig. Man bleibt mit etlichen Schiffen über Jahre in Kontakt.
Die meisten uns bekannten Segler verwenden winlink oder sailmail und selten Satellitentelefone, zu teuer!
Internet, wenn vorhanden, im Pazifik oft sehr langsam, nicht vorhanden oder zu teuer (1 Std in Wallis 10€). Manchmal 3 Monate keine Verbindung.

5. Welche Energiequellen hast Du im Einsatz? (Solarpaneele, Windgenerator, Schleppgenerator, etc. inklusive Leistungsangabe)

Solarpaneele: 2x 85 Watt, 2x 125 Watt
2x 200Ah Verbraucherbatterie
Schleppgenerator, beim Segeln ab ca 5 Knoten erzeugt er oft zu viel Strom (mind 5A aber dauernd) für unsere wenigen Verbraucher
Kein Windgenerator mehr (ist verstorben und wird nicht ersetzt, hat sich nicht bewährt und war zu laut).
Davor einen ‘Superwind’ im Einsatz und sehr zufrieden damit! Leise, mit Stopschalter, einfach auszuschalten.
Generator: Honda 2000
Lichtmaschine an beiden Dieselmotoren

6. Macht ein Water-Maker Deiner Meinung nach auf der Barfußroute Sinn? Worauf muss man beim Kauf bzw. Einbau achten?

Wassermacher macht Sinn wenn man lange in unbewohnten Ecken bleiben will wo es kaum regnet, und keine oder kleine Wassertanks hat. Wir waren davon abhängig. Am ersten Schiff nur 10x 5 Liter Kanister, 2×20, jetzt 2x 100L Tanks, unser Verbrauch ist aber im Vergelich zu vielen anderen Schiffen sehr minimal. Inklusive kochen, trinken, Geschirr waschen und duschen verbrauchen wir maximal 10l pro Tag. Am alten Schiff nur 5!
Wir sprechen oft mit Seglern die mehr als 600l Wasser bunkern können.
Da reicht es alle paar Wochen auf Inseln aufzutanken. Und es bleibt viel günstiger als einen Wassermacher zu installieren.
Wir haben einen Echotech aus Trinidad. Sind sehr zufrieden. 50 Liter pro Stunde, 36A Verbrauch. Der läuft bei Sonne oder unter Motor ca 1 Stunde alle paar Tage.
Hatten auch einen Schenker mit Druckrückgewinnung der nur 9A verbraucht aber die Technik war zu kompliziert und dauernd etwas kaputt.
Wichtiger ist eine Regenwassersammlung. Auf unserem Kat haben wir jetzt ein riesiges Dach, bei wenig Regen kommen da schnell 50l zusammen. Das pumpen wir durch einen Filter in die Tanks. Das Trinkwasser geht bei der Entnahme auch noch durch einen Kohlefilter. Und zusätzlich bunkern wir es in 5l Kanistern zum Wäsche waschen.

7. Welches Segelmaterial empfiehlst Du für eine Blauwasseryacht für Großsegel und Genua? Welche zusätzliche Segelgarderobe ist Deiner Meinung nach notwendig/wichtig?

Normales Segeltuch, nix ausgefallenes, man muß es selbst reparieren können.
Wenn man zwei Vorsegel setzen kann (hatten Stagreiter Segel und 2 Vorstage) kommt man gut ohne Spinnaker aus, jetzt mit dem Rollvorsegel verwenden wir gerne einen Genaker. Spinnaker selten, zu anfällig auf Winddreher. Ideal für uns wäre ein großer, dünner, Rollgenaker den man bei längerem Ankerliegen abnehmen kann und nur bei Bedarf anschlägt.

8. Macht der Einbau eines Fäkalientanks Deiner Meinung nach Sinn? In der Türkei z.B. ist so ein Tank schon Pflicht. Wie schaut es laut Deiner Erfahrung in anderen Ländern aus?

Wir haben auf der Optimist 2 Fäkalientanks. Wirklich gebraucht haben wir sie zwischen Portugal und Fiji noch nicht. Im Panamakanal wird gefragt, man MUSS zwar ein WC haben aber ob Tanks wirklich angeschlossen sind wird nicht geprüft.
USA ist ev ein anderes Thema.
Wichtig wäre ein Umschalter damit nicht immer alles in die Tanks geht. Wir haben keinen, und immer wieder den ganzen Sch… im Schiff weil einer übergeht.
Man darf nicht auf’s abpumpen vergessen, vor Allem wenn einmal Gäste an Bord sind.

9. Welche Versicherung hast Du für Dich und Dein Boot? Was ist da alles mit abgedeckt? Ungefähre Kosten?

Nur Haftpflicht, Kasko ist ab Panama viel zu teuer.
Keine Reisekrankenversicherung. In den meisten Ländern waren Arztbesuche günstig, Spitalsbesuche oft gratis. Für Notfälle wäre eine Rückholversicherung ratsam. Wir überlegen noch…

10. Welche wichtigen Tipps kannst Du Newcomern in der Blauwasserszene mitgeben?

Ablegen!
Nicht zu viel Zeit mit Planung ‘vertrödeln’.
Wir haben einen Monat gebraucht um das Schiff für Langfahrt aufzurüsten (Einbau Windgenerator, Wassermacher, Windfahne) und los ging’s. Im Schlimmsten Fall kann man von den Kanaren auch wieder retour in’s Mittelmeer. Oder in der Karibik bleiben.

Wenig Ballast mitnehmen, zB. Kleidung, man braucht ca 3 T Shirts, Shorts und dünne Hosen, etwas langes, etwas wärmeres. In Panama kann man um sehr wenig Geld kleidungstechnisch ALLES kaufen. In Fiji auch.
Vor dem Pazifik Leckereien bunkern zB Schokolade. Grundnahrungsmittel sind überall leistbar oder sogar billiger als in Panama (zB in Tahiti)

11. Welche Segelliteratur kannst Du empfehlen?

Atlantic Islands, Imray
Doyle guides, Caribbean
Panama: Bauhaus
Und nicht zu vergessen Reiseführer der jeweiligen Gegenden, wir haben alte ‘lonely planet’s’ dabei. Wir sind aber eine Minderheit die immer überall gerne an Land unterwegs ist und die Inseln erkundet. Viele Segler verlassen ihre Schiffe kaum.
Hafenhandbücher des Pazifiks kann man sich in Panama von vielen Seglern kopieren, ab dort alles nur mehr in elektronischer Form

Meine 11 Fragen:

1: Wie lange seid ihr schon unterwegs und wo seid ihr gestartet?
2: Welche Erwartungen hattet ihr und wurden diese erfüllt?
3: Welcher “Luxus” ist für euch unbedingt notwendig und warum?
4: Auf welchen “Luxus” könnt ihr leicht verzichten und warum?
5: Welches sind eure wichtigsten und meist verwendeten Werkzeuge an Bord?
6: Welches sind die wichtigsten und am meisten benötigten Ersatzteile? Was sollte eurer Meinung nach jeder an Bord haben?
7: Welches Beiboot/Motor verwendet ihr und was würdet ihr “Neulingen” empfehlen?
8: Welchen Anker/Kette verwendet ihr und was würdet ihr empfehlen/abraten?
9: Habt ihr Tauchausrüstung und Kompressor an Bord?
Pro/Contra Ausrüstung/Tauchkompressor
10: Welche Supermärkte in welchem Land könnt ihr für Großeinkäufe empfehlen und wo bekommt man einfach/schwer Ersatzteile?
11: Wie vertreibt ihr euch die Zeit auf Langfahrten?

Diese gehen an:
S/Y YabYum, http://sailyabyum.blogspot.co.at/
S/Y Mambo, http://www.galathe.blogspot.com/

S/Y Chi, http://chisailingadventures.blogspot.co.at/ (Antworten unter ‘Blog Stöckchen’ auf unserem blog am 17.2.)

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