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Inselerkundungen

September 16, 2013

Mit genug Brot, Henderl und Papaya Vorrat haben wir den Old Harbour verlassen um gleich um’s Eck zwischen den Inseln zu ankern. Steil abfallende Küste, man ankert auf 8m, das Schiff hängt dann aber auf 25. Und dann kommt die hintere Insel näher. Wir treiben. Beim Kette raufholen hüpft ein Teil der Ankerwinsch davon. Hoppala.

Weit ist’s nicht mehr bis zum Riff. Langsam gegenan motoren. Notfallsreparatur. Und dann plagt sich die Ankerwinsch endlich, wenn die Kette plus 33kg Anker senkrecht nach unten hängt ist’s ein bissi zu schwer für das Kleine Ding. Kurz vor der Insel liegt er an Deck, der Anker. Ufff.

Wohin jetzt? Im Osten gibt’s nicht viele gute Plätze bei starkem Wind. Wir motoren zur östlichsten Insel. Kenutu. Da muß man wieder an einigen Riffen und Korallenblöcken zick zack vorbei, spannend! Aber es ist Ebbe und trotz Wolken kann man die Untiefen gut sehen. Wir nehmen mal wieder eine Abkürzung. Die Seekarten stimmen sowieso nicht, man fährt nach Meeresfarbe. Alles gut.

Geschützt ankern sieht aber anders aus. Leider ist die Insel klein und recht niedrig und die 25 Knoten Ostwind kommen mal aus Nordost und dann aus Südost nachdem sie sich um die Insel rumwurschteln. Inklusive recht viel Schwell, der aber nur bei Flut. Bei Ebbe wachsen die Inseln zusammen und man liegt gut. Die Luft voller Gischt, alles feucht und salzig. Riesige Brecher wälzen sich über die Riffe. Spannend!

Aber den bis jetzt schönsten Spaziergang. Vom Strand im Westen quer über die Insel zu den steilen Klippen im Osten. Bei viel Wind ein Spektakel! Riesige Wellenberge, Gischtfontänen, man bekommt gar nicht genug vom Schauen.
Dazu geht man durch sehr interessante Vegetation. Nur salzwassertaugliche Pflanzen überleben am Klippenrand.
Pandanus, Casuaras (große, alte Bäume) und einiges stachelige Zeug. Der Boden ist ganz weich mit Nadeln bedeckt, sieht lustig aus. Dazwischen Felsbrocken und Wurzelstöcke.

Der Weg geht bis in den Süden der Insel, immer an den Klippen entlang oder durch den Märchenwald. Sind gleich an 2 Tagen rauf, alleine diese Wanderung war es wert nach Tonga zu kommen!

Auf der Nebeninsel ein Weg zu einer Höhle und zu den Klippen. In die Höhle kann man reinklettern und schwimmen, uns war’s aber zu kalt. Kleine zirpende Fledermäuse, winzige Krebserl und viele Moskitos. Und viel roter Gatsch.
Das ist anscheinend ein bekanntes Ausflugsziel, am Strand an dem der Weg beginnt, stehen Tische, viel Müll und mitten drin ein Klo. Also eine Holzkiste mit Klobrille über einem Loch, mit Palmblättern abgeschirmt. Sehr witzig! Vielleicht kam da mal ein Kreuzfahrtsschiff vorbei, seltsam!

Nach 2 unruhigen, einsamen Nächten sind wir durch den spannenden Paß (also eigentlich 2 Pässe) in’s Hauptsegelgebiet zurückgesegelt. Hier gibt’s wieder viele Schiffe. Wollten mal gut schlafen und haben uns hinter der großen Insel versteckt. Kleine Bucht, steile Wände, Flughunde, viele Vögel und angeblich Strassenzugang.
Wo ist denn die Straße? Am winzigen Strand ein verlassenes Hauserl, dahinter finden wir eine zugewachsene Stiege. Steil rauf, oben dann Felder und Kuhweiden. Und eine, naja, Straße.

Zeitig in der Früh, es ist Samstag, der Markt geht nur bis Mitags, packen wir die Räder ins Dinghy, schleppen sie die Treppe rauf und schieben bis zur besseren Straße. Nette Fahrt bis nach Neiafu, ein paar Steigungen (wir keuchen, absolut keine Kondition!) und dann endlich am Markt. Als Belohnung gleich ein im Fett gebackenes Samosa mit Nudelfüllung, interessant aber lecker! Wir erstehen eine Bananenstaude (quer am Packelträger geht’s halbwegs zu transportieren), Brot und natürlich Henderl.
Nach 4 Stunden sind wir zurück an Bord. Gemütlicher Nachmittag mit Flughundbeobachtungen (es hängen ganz viele in den Bäumen, streiten, kratzen sich während sie nur an einem Haxerl hängen und falten ihre Flügel ein und aus, witzig!).
Der ruhigste Ankerplatz (Nr.10 für Vava’u Kenner). Man liegt wie in einem See, draussen bläst’s noch immer, wir bekommen nichts mit. Und nur 2 andere Schiffe!

Nach 2 Nächten geht’s weiter ganz in den Westen, in die Hunga Lagoon. Eine ganz schmale Einfahrt zwischen den Klippen mit einem Felsblock mitten drin. Hinter uns viel zu nah ein Charterschiff, sie holen ganz schnell auf während wir langsam ran fahren, können gar nicht mehr umdrehen, also durch. Adrenalin, juhuuu. Kaum drinnen ein Rechtshaken sonst steht man am Riff, keine Sonne, später Nachmittag, Flut. Uff, geschafft. Suche nach Ankerplatz erweist sich auch schwierig, zu tief, zu viele Blöcke, wir kreisen bis endlich der Anker hält. Ganz nah am Riff, wieder einmal spannend!!! Morgen eine Inselwanderung…

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