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Testfahrt

August 12, 2013

Wir sind noch immer in Wallis.
Das Wetterfenster nach Tonga mußten wir auslassen, mal schauen ob noch eines kommt in nächster Zeit. Sonst segeln wir zurück nach Fiji. Wäre zwar schade aber besser als gegen Wind und Welle zu bolzen.

Die erste Testfahrt war für unseren Geschmack viel zu aufregend.
Haben uns einen Tag mit sehr viel, also zu viel Wind ausgesucht, um aus dem Paß der Lagune ins offene Meer zu segeln.
Großsegel rauf, Vorsegel raus, beides gerefft, 20 bis 25 Knoten Wind, dazu Böen und kurze Regenschauer. Die ersten paar Meilen innerhalb der Lagune alles easy, kaum beim Paß wird’s richtig spannend. Riesige Brecher am Aussenriff, Schaumkronen, mächtige Wellen, wir gegenan.
Kaum draussen, beginnt der Mast wie wild zu schaukeln. Die Spleisse in den Leinen dehnen sich noch.
Das war auch der Plan, man muß ordentlich schaukeln um die Leinen zu belasten damit man dann nachspannen kann. Aber bei so viel Wind und Welle ein unangenehmes Unternehmen.
Das Schlimmste war das wie wild wackelnde Vorstag, das Drahtseil an dem das Vorsegel befestigt ist.
Wenn die Mastabspannung zu locker wird neigt sich der Mast etwas nach vorne, das Vorstag wird locker und das Segel schaukelt. Unangenehmes Gefühl, fällt der Mast jetzt doch noch um oder hält alles?????

Pfff, bekommen einen halben Herzinfarkt vor Aufregung. Nach einigen 100 Metern wenden wir und nichts wie retour.
Sind total erledigt und brauchen erst mal einen Ruhetag mit Radausflug zu alten Steinen im Wald.
Dabei werden wir eingewaschelt was geht, und weil hier alles schlammig ist, von oben bis unten rot gespritzt.
Kotflügel wären vielleicht doch kein Fehler! Dafür gibt’s genug Regenwasser um alles sofort in die Waschmaschine zu stopfen. Was für ein Luxus!

Dann wieder ein Basteltag. Die Wanten werden fester angezogen, alles kontrolliert, wir trauen uns zur nächsten Testfahrt.
Andere Bedingungen, der Pass sieht ganz friedlich aus. Kaum Welle, wir segeln gemütlich dahin bei 8 bis 12 Knoten Wind.
Bis zu den ersten Wellenbergen. Dort wird’s wieder spannend. Bei jedem Geräusch fürchten wir uns, hält alles???? Sieht gut aus, also retour.
Zwecks zusätzlichem Adrenalinkick segelt Hannes durch den Paß, gegen starke Srömung, bis es nicht mehr geht, huch, da ist ja ein Riff, pffff, also doch motoren. Segeln dann weiter bis vor den Hauptort im Nordosten. Da gibt’s drei kleine Inselchen und hinter denen kann man bei Ostwind gut ankern. Nur bei Flut schaukelt es ziemlich. Und kaum ist es finster fängt’s zu blasen an. Mächtige Squalls, aber der Anker hält. Alles gut, nur leider war kein Fisch an der Angel…

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