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Wallis

July 19, 2013

Die Fahrt von Futuna nach Wallis war nur am ersten Vormittag gemütlich. Haben einen kurzen Abstecher nach Alofi gemacht, das ist eine recht große, unbewohnte Insel ca 2km südlich von Futuna. Mit einem langen Sandstrand und einer Kirche.
Angeblich kann man dort besser ankern als im Hafen von Futuna. Konnten aber keine gute Stelle finden, entweder tief oder mit Korallenblöcken. Aber um eine Nacht zu schlafen sicher geeignet.

Ab Mittags legt der Wind zu, die Welle natürlich auch, in der Nacht reißt wieder eine Leine, wie gibt’s das?
Also wenden und eine neue einziehen. Die neue Klemme hat zu scharfe Zacken und hat das Seil einfach durchgeschnitten.
Klemme abschrauben, mit Umlenkung über eine Winsch irgendwie belegen. Dann der erste Squall, reffen, ausreffen, so geht’s weiter.
Dafür können wir Wallis fast anliegen, müssen nur einen 10 Meilen Haken schlagen, die letzten 5 werden motort sonst kommen wir nie an.
Der Paß in die Lagune von Wallis ist recht schmal aber gut markiert. Starke Strömung hinaus aber mit 2 Motoren kein Problem.
Innerhalb der Lagune können wir wieder segeln, rauschen mit 8 Knoten ohne Schwell nur so dahin. Bis zum erstbesten Ankerplatz. Da bleiben wir eine Nacht, sehr windig und leider recht schaukelig.
Am nächsten Morgen, etwas ausgeschlafener, segeln wir durch die Riffe nach Mata Utu, dem Hauptort der Insel. Behördenwege und Suche nach Baguette. Dafür sind wir zu spät, alles ausverkauft.
Wallis gehört auch zu Frankreich, dementsprechend easy das Einklarieren. Nur den Zoll zu finden ist nicht einfach. Ist ein ziemliches Stück vom Pier entfernt, haben Glück und es bringt uns jemand mit dem Auto hin. Dann noch zur Gendarmerie. Geschafft!

Der Ankerplatz vor dem Ort ist auch nicht sehr geschützt, man hat zwar das Aussenriff gegen die hohe Welle aber bis zur Insel baut sich bei stärkerem Wind wieder Welle auf, wir schaukeln vor uns hin.
Morgens nochmals Jagd nach Baguette. Finden auch den größten, günstigsten Supermarkt der Insel. Günstig ist aber relativ, die Preise bringen uns zum Staunen.
Aber weil die Einreise nichts kostet gönnen wir uns Camembert, Emmentaler, Butter (juhuu, wieder mal ungesalzene!), Marillenmarmelade und ganz frische, warme Baguettes. Dafür zahlen wir 30 Euro, pffff.
Gemüse und Obst ist unbezahlbar, Käse gibt es bis 85 Euro das Kilo! Die meisten Sachen kommen aus Frankreich, sogar die Tiefkühlhenderl, aus Australien wär’s wohl näher!
Am zweiten Tag kommt auch ein kleiner Frachter aus Fiji und bringt einiges an Lebensmitteln, zB Eier, die kosten dann nur 5 statt 6,50 Euro! Für 12 Stück. Zum Glück haben wir aber genug gebunkert und brauchen eigentlich nix kaufen.

Anlegen am Pier ist auch recht einfach, wir rücken mit den Rädern aus.
Auf den höchsten Berg der Insel (145m), da kann man auf einer Gatschstraße rundherum fahren, und dann an die Westküste.
Die richtige Schotterpiste zu finden ist Glückssache, wir enden in einigen Sackgassen. Da geht’s nur zu Feldern und Gärten, Häuser sind hier keine.
Dafür eine große Kirche am Meer. Kein Ort, nur eine Kirche, seltsam. Müssen also alle weit mit dem Auto über die Matschpiste hinfahren.
Wir radeln weiter in die Richtung wo wir glauben hinzumüssen. Aber irgendwann wird die Straße ein Pfad und der ist hüfthoch mit Gras und Stachelzeug bewachsen. Man kann noch eine Fahrrinne erahnen, wir stapfen durch’s Grünzeug und schieben die Räder. Manchmal fangen uns Schlingpflanzen oder Mimosen Widerhaken. Aber retour wollen wir auch nicht.
Nach ca 1 Stunde eine Strasse, welche Richtung jetzt? Hmm, drehen fast um da wir vor tiefen Gatschlöchern stehen. Da kommt aber jemand und meint wir sind schon richtig, na bitte.

Spannend so am Rand der Lacke entlangzuklettern, Rad versinkt bis über die Reifen im Schlamm.
Cx gibt nach dem x-ten Widerhakenangriff auf und stapft durch. Schlapfen bleiben fast stecken. Räder und wir sind schlammfarbig und zerkratzt, ein Abenteuer.

Dafür kommen wir genau beim Kratersee Lalolalo an die ‘Hauptschotterstraße’. Sieht toll aus, 30m hohe Klippen rundherum, dichter Dschungel, viele Vögel. Leider kann man nicht an’s Ufer, hätten Lust auf schwimmen. See soll 80m tief sein und die US Armee hat bei Ende des WWII einiges an Ausrüstung versenkt.

Nach ein paar Kilometern kommen wir endlich auf eine richtige Straße, müssen uns aber noch über einige Hügel plagen. Dafür belohnen wir uns mit frischem Baguette mit Marillenmarmelade!

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