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Anstrengende Ausflüge

January 22, 2013

Sonntag, immer der beste Tag für eine Radtour. Fast kein Verkehr, sehr angenehm!
Wir radeln Richtung Labasa, da soll es wo einen Viewpoint geben, keiner weiß wie weit das ist. Wir kommen durch winzige Orte mit nur ein paar Häuschen, fahren am Meer entlag, und dann kommt ein Berg. Ufff. Unsere Seglerbeine wollen sich gar nicht mehr anstrengen. Wir schieben.
Oben gibt’s einen Sender da wollen wir hin. Die Straße geht aber wieder runter und kein Weg zum Sender. Ok, wir schauen halt wo’s dort rauf geht. Leider erst fast ganz unten, na gut, dann doch noch ein Stück weiter in der Ebene. Bis zur nächsten Steigung. Die kommt auch schon bald, Rast und Jause. Wir sind nur ca 15km weit gekommen, gefühlte 30!
Retour sind wir schnell, den steilen Berg rasen wir runter mit Sorge das der Rücktritt verglüht. Wir werden eingeweicht, mal wieder ein Regenguß. Dafür Abkühlung.
Retour in Savusavu gönnen wir uns ein Eis! Ein paar Läden haben doch offen am Sonntag, zum Glück auch der Inder mit seiner Eistruhe.

Der nächste Ausflug geht mit dem Bus nach Labasa. Das sind 85km und dauert zwischen 2 und 4 Stunden, je nach Bus und wie oft er stehen bleiben muß. In manchen Orten wird alle 20m gehalten, keiner mag 20m zu Fuß gehen. Kassieren muß auch der Fahrer, das dauert dann halt.

Wir stehen bei Sonnenaufgang auf, zum Bäcker, in den Bus, der soll um 7.30 gehen, pünktlichst geht’s los, fast leer. Aber er füllt sich ziemlich schnell, kurz vor Labasa müssen schon Passagiere stehen.
Die Straße geht ein Stück auf einem Bergrücken entlang, tolle Aussicht, und dort ist auch der Viewpoint. Das wären nochmals ca 15km gewesen. Aber steil bergauf, nix für unsere fehlende Kondition. Vielleicht fahren wir mit dem Bus und den Rädern mal hin und dann nur retour per Rad.
Die letzten 40km rasen wir dahin, um 10.30 Ankunft in Labasa. Wir haben gehört das es hier jede Menge große Hartware Läden gibt, und einen Hydraulikspezialisten. Hmmm, also unter groß verstehen wir doch etwas anderes. Und im Hydraulikladen haben sie sowas wie unseren Hydraulikzylinder noch nie gesehen. Hähhh? Das soll man aufmachen können???? Ja, deshalb sind wir hier…

Ok, weiter, wir schleppen uns von Laden zu Laden, finden nix, ok, noch zum Aussenbordershop, wo bitte ist der? Ui, ganz weit weg, da muß man mit dem Taxi fahren. Wie weit? Na mindestens viel zu weit. Wir gehen trotzdem, sind dann doch ganze 10 Minuten!!!! Aber heiß ist’s. Wir gehen sogar wieder retour, das glaubt uns ja keiner der Leute hier!

Gegen 14.00 sind wir fertig, geistig und körperlich, die Menschenmassen die uns vor den Füssen rumtorkeln reichen uns wieder. Es gibt nur eine einzige Straße mit Läden, vor Allem Kleidungs und Klumpertläden, und ALLE gehen einkaufen. Wir wollen retour!!!!

Den Minibusparkplatz finden wir leider nicht, keiner der Taxifahrer weiß wo er sein soll, die Busfahrer auch nicht, oder es will uns einfach keiner sagen. Der nächste und letzte Bus geht um viertel vor oder nach Vier. So genau weiß das auch keiner. Uff, das dauert noch, wir gehen Kaffee trinken und essen leckere Fettbällchen, hier sind die aber pikant mit Chilisauce. Dann rasten wir beim Fluß und warten.

Jemand zeigt uns dann doch den richtigen Platz der schnellen Minibusse. Wir waren fast dort und es soll einer um 14.00 gegangen sein…

Um 15.30 wieder beim Busterminal. Terminal ist etwas übertrieben, also an der Ecke wo Chaos herrscht. Es kommt dann gegen 16.20 ein Bus der etwa so aussieht als er unserer sein könnte, aber der fährt zum falschen Parkplatz. Zum Glück sehen wir ein paar Damen die schon in der Früh mit uns angekommen sind. Es wird gestürmt und wir sind zu langsam.
Der Bus ist knallvoll. Wir stehen und schwitzen. Saunatemperatur, allen ist heiß, nicht nur uns. Es wird gemurrt.
Dann kommt Bewegung in die Menge. Alle die nicht bis ganz nach Savusavu wollen sollen bitte in einen zweiten Bus einsteigen, dieser ist zu voll. Ok, jetzt haben wir Sitzplätze. Schwitzen weiter. Es wird kassiert. Und es wird immer später.
Der andere Bus ist aber größer und wir sollen doch bitte alle umsteigen. Wir bekommen wieder Stehplätze.
Irgendwann nach 17.00 geht’s aber los. Aber nur ein Stück. Dort wird der Bus von Mitarbeitern einer Öffi Behörde aufgehalten. Er ist zu voll, so darf er nicht weiter fahren. Es kommt ein zweiter Bus. Irgendwann.

Ja und dann bewegen wir uns wirklich. Mit der Ruhe haben es die Leute hier nicht so, beim Einsteigen wird gedrängelt und geschubst was geht, man fühlt sich etwas eingeengt in der wogenden Menge.
Im Bus wird sich dann lauthals beschwert, zu heiß, zu voll, wann geht’s denn endlich los, Hunger, Durst, und so weiter.
Wir und die Meisten anderen lachen aber nur, was soll man denn schon anderes tun?
Irgendwann werden wir ankommen, oder doch nicht? Der zweite Bus der vor uns fährt hat eine Reifenpanne und wir nehmen doch wieder alle mit, aber es ist ja schon nach 18 Uhr und da arbeitet von der Behörde niemand mehr.

Wir machen uns nur Sorgen das wir im Finsteren ankommen, wir sind in der Früh mit dem schnellen Dinghy die schwierige ZickZack Passage durch das Riff gefahren um nicht so weit gehen zu müssen. Im Dunkeln kann man die Markierungen aber nicht sehen, Taschenlampe natürlich nicht dabei. Aber es geht sich aus, wir kommen mit dem allerletzten Lichthauch an und beeilen uns retour, und gönnen uns erst mal ein kaltes Bierchen, zu viel geschwitzt, zu wenig getrunken, wir sind komplett ausgedörrt!

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