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Panama, Atlantik

June 3, 2012

Unsere letzten Abende auf St.Martin verbringen wir mit Freunden, Sylvia &
Joachim mit dem Kat “Tartaruga”, das letzte Mal 2010 in Venezuela gesehen. Die
Welt ist klein! Zuerst die “Zeevonk’s” und hier in Panama ankern wir neben
Hans & Manu/”Close to Perfection”, zufällig.
Geburtstag auf Tartaruga
Die beiden haben wir das letzte Mal
in Cartagena getroffen.

Am 9.5. war’s dann soweit und wir haben St.Martin verlassen. Den Kühlschrank mit
Leckereien vollgeräumt und billigen Rum gebunkert.
Rum bunkernDer gute Rum aus Panama ist
auf St.Martin billiger als im Produktionsland, sehr seltsam! Leider gab’s nur mehr 15 Liter. Haben wir zu spät entdeckt.

Mastaktion

1.150 Seemeilen in 8 Tagen und 15 Stunden. Anfangs wenig Wind aber wir konnten
ja jetzt den Gennaker verwenden und damit ging’s gut voran. Ab dem 4 Tag hat der
Wind zugelegt und die Welle war richtig ungemütlich. Das berüchtigte Eck vor
Kolumbien halt. Aber es war weniger schlimm als befürchtet. Etmale zwischen 150
und 185 Meilen, das geht. Am 18.5. sind wir in Portobelo eingelaufen. Die
Hauptattraktion hier ist der Italiener mit Bäckerei. Frisches, warmes Brot zum
Brunch! Leider gibt’s keine Käsecroissants mehr, auf die haben wir uns schon
gefreut. Dafür Pizza, müssen wir erts testen.

Das Wochenende ruhen wir aus bzw basteln ein bisschen rum. Am Mo den 21. setzen
wir uns in den Bus nach Colon, auf zu den Behörden!
PanamaWir ahnen ja schon das es
müsam wird, die Bürokratie in Südamerika ist gefürchtet, aber beim letzten Mal
mit Agent ging alles easy. Hannes kann sich an einiges erinnern an manches aber
nur vage, was braucht man alles? Sicherheitshalber machen wir zig Kopien von
unseren Papieren (zu wenige!) und finden sofort die erste Station. Die nette
Dame nimmt je 3 unserer Kopien, füllt ein Papier aus, mit nur 3
Kohledurchschlägen und schickt uns dann weiter. Im nächsten Zimmer sind wir
eigentlich falsch, wir sollen einen Wisch bringen den wir aber erst 48 Stunden
vor dem Durchfahrtstermin bekommen. Das müssen wir der netten Dame dann
erklären. Ihr ist’s egal, kommen wir halt wieder, no problem. Einstweilen haben
aber die anderen Damen begonnen uns ein Permit um 200$ auszustellen, das
brauchen wir gar nicht, zumindest hatten wir letztens auch keins. Wir sind dann
aber zu feig die beiden beim zig Wische ausfüllen zu unterbrechen und zahlen
brav. Wird auch alles in einem ca 10kg schweren Buch vermerkt. Könnten uns in
den A… beissen! Wird keiner je sehen wollen! Dann weiter… Überall muß man 1
bis 3 Kopien sämtlicher Papiere abgeben, muß zusätzlich Formulare mit antiken
Kohlepapieren ausfüllen, wehe es verrutscht was, dann zurück an den Start. Dann
werden Formulare und Kopien zusammengeheftet, beim Nächsten auseinandergenommen,
ach da fehlt noch eine Kopie, da ein Durchschlag, also DAS hier kann man im
zigsten Durchschlag nicht mehr lesen… usw.

Irgendwann geben wir auf und versuchen’s bei der Immigration. Die Damen essen
gerade Mangos, ach nein, HIER können wir aber wirklich nicht einreisen wenn das
Schiff in Portobelo liegt. WAS denken wir denn? Pardon, next stop Kanalbehörde.
Die liegt im Hafengelände. Man muß durch Security, Taschenkontrolle, und darf
nicht zu Fuß gehen, also rein in den Gratisbus. Wohin? Na zur Kanalbehörde, oder
Cristobal Radio Station. ???? Die Hafenarbeiter sind ratlos, der Busfahrer auch.
Irgendwo steigen wir aus und wandern illegalerweise durch’s Hafengelände. An
Containerbergen und riesigen Frachtern vorbei, da steht sogar die MS Austria,
und stehen dann endlich vor der Gegensprechanlage vorm Stacheldrahttor. Hier ist
alles einfach, jeder kann Englisch. Vermessungstermin in 2 bis 3 Tagen. Nur eine
Kopie abgeben, nix ausfüllen. Wir können in den Flats ankern und warten. Wir
hatschen in der Mittagshitze retour, sehr illegal, keiner sagt aber was. Und
dann belohnen wir uns mit einem mächtigen Mittagessen. Cx bekommt einen Topf
Suppe mit Rindfleischbrocken, Yucca, Mais und Kartoffeln, und Hannes einen Berg
Reis mit allerlei Zutaten und obendrauf viel Fleisch. Alles lecker, für
insgesamt 4$ sind wir voll. Danach geht dann aber doch noch ein Kaffee und ein
frisches Donut, die Jause kostet ganze 1,50$! So läßt sich’s leben!

Zurück nach Portobelo und auf zur Immigration. WAS, hier einreisen? Aber wir
brauchen die Papiere die wir grad in Colon abgeben mußten, wir sind baff. Die tun
hier alle so als müssten sie zum allerersten Mal ein Segelschiff abfertigen.
Wir geben endgültig auf und genehmigen uns einen Mega Milchshake beim Italiener.

Am nächsten Tag verlegen wir uns nach Colon, ankern in den Flats, das ist ein
Ankerplatz in der Nähe der Kanalzufahrt. Hier wartet man auch wenn man Termin
hat um seinen Advisor aufzunehmen. Eigentlich liegt man schön, recht sauberes
Wasser, Schiffsverkehr weit weg. Nur die Müllhalde bzw deren Verbrennung stinkt
bei manchen Windrichtungen. Und man kann nicht an Land gehen. Wir warten… Bei
den Nachbarn kommt der Vermesser am 23. gegen 10.00. Wir freuen uns schon, aber
zu uns kommt keiner. Na gut, am 24. gegen 15.00 werden wir doch ungeduldig und
rufen an, ja er ist am Weg. Kurz vor dem Gewitter kommt er an Bord. Wir füllen
Formulare aus, bekommen unsere offizielle Nummer, das Klo wird begutachtet und
dann noch das Schiff vermessen ob man eh unter 15m lang ist, ab da kostet’s
mehr, wir bangen. Es schüttet. Wir warten. Und warten. Egal, raus vermessen.
Innerhalb einer Minute alle waschelnaß. Und dann muß der Arme auch noch ewig auf
seine Abholer warten.

Wir bleiben noch eine Nacht, hier liegt sich’s einfach besser als vor’m Club
Nautico im pfuigack Wasser wo dauernd ein Pilotenschiff vorbeisaust. Dorthin
verlegen wir uns am 25. Auf zur Bank Geld einzahlen. Wir möchten das Deposit auf
der anderen Seite bei der dortigen Behörde abholen. Ja aber dafür müssen wir
auch alle Bankdaten ausfüllen, hmmm, wir diskutieren, aber wir wollen das Geld
doch bar abholen, nein, wir brauchen ALLE Bankdaten. Die sind natürlich an Bord.
Ok, wir holen sie. Sind gespannt ob das Geld jetzt doch auf’s Konto kommt. Minus
25$ Spesen!

Im Club Nautico steht noch ein Österreichischer Kat, die “Tropical Explorer”.
Sie sind am Weg zu den Philippinen, das wird ein Tauchboot. Abends werden wir
eingeladen zu Kartoffelsalat mit Würstchen und toller Musik von Butch aus den
Philippinen. Schunkelsongs, Philippinische Lovesongs, und dann Ambros und STS im
breiten Österreichischen Dialekt. Toll! Eine nette Herrenrunde!

Am 26. segeln bzw motoren wir retour nach Puerto Lindo.
MangrovenWir müssen unser Segel
abholen. Und wer steht da? Hans und Manu, erkennen uns natürlich nicht gleich,
falsches Schiff! Das ist ein Wiedersehen!

Segel abholen, Radausflug, Reparaturen, Wäsche waschen, Mangroventour, … so
vergeht die Zeit.

CasiqueAm 31. verlegen wir uns nach Portobelo, das Brot ist aus und wir müssen
versuchen Crew für die Kanaldurchfahrt am 7. Juni zu bekommen. Das ist nicht
ganz einfach weil jetzt sehr wenige Schiffe unterwegs sind…..

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